Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

2016-11-29 09:19:00 CET

More Than Sports: Die Abenteuer der Familie Nummerdor

Manon und Reinder stehen vor neuen Herausforderungen

Als die niederländische Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen im Sommer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit dem vierten Platz für Furore sorgte, war Manon Nummerdor-Flier zu Hause.

Ihr Mann Reinder, der gerade an der Copacabana seine fünfte Olympiade erlebte, hatte ein schlechtes Gewissen „Sie hat ein großes Opfer gebracht“, sagte er. Manon (32) war viele Jahre die beste Diagonalangreiferin des Nationalteams. Drei Mal hat sie versucht, sich mit der niederländischen Auswahl für Olympia zu qualifizieren, und als das Team es nun zum ersten Mal seit 1996 geschafft hatte, an dem großen Turnier teilzunehmen, war sie nicht dabei – aus gutem Grund: Die kleine Milou, Manons und Reinders Tochter war am 10. Juli 2016 geboren.

„Jetzt ist Manons Zeit“, sagt Reinder. Nachdem der 40-Jährige seine Sportlerkarriere beendet hat, kümmert er sich vorrangig um seine Vaterpflichten, während seine Frau in seine Fußstapfen tritt: Genau wie Reinder vor zehn Jahren, wechselt Manon von der Halle in den Sand

So excited to team up with @marleenvaniersel #beachvolley #worktodo 📸fotohoogendoorn

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„Eigentlich war der Plan, dass sie sich ab Januar einen Klub in Italien oder Frankreich sucht,“ sagt Reinder. Dann aber meldete sich der Beach-Nationaltrainer Richard de Kogel bei Manon, um sie einzuladen, doch mal am Training teilzunehmen. Zwei Wochen später hatte die 1,92 Meter große Athletin bereits eine Anfrage von der zweifachen Olympia-Teilnehmerin Marleen van Iersel. „Das kam ziemlich überraschend“, sagt Reinder. Zwar hatten Marleen immer Mal darüber gewitzelt, irgendwann mit Manon im Sand zu starten, doch dieses Mal war es ihr ernst.

Marleens Anfrage kam überraschend

Seit 2014 spielte Marleen mit Madelein Meppelink zusammen. Die beiden gewannen auf Anhieb die Europameisterschaft 2014,  auf der FIVB World Tour erreichten sie achtmal das Podium. „Jetzt ist Zeit für neue Abenteuer“, schreibt Madelein auf ihrem Instagram Account. „Ich wünsche Marleen and Manon nur das Beste. Meinen Weg werde ich bald wissen.“ Manon ist nach Maggie Kozuch die zweite Indoor Spielerin, die in dieser Saison in den Sand wechselt. Sie und Maggie haben schon in Baku zusammen in der Halle gespielt. „Vielleicht hat es ihr ein bisschen geholfen, dass Maggie auch diesen Schritt wagt“, sagt Reinder.

Auf ihn und Manon kommen jetzt einige Veränderungen zu. Sie zogen in ein Appartement in Den Haag um, wo Manon unter der Woche trainiert. Reinder kümmert sich in der Zeit um Milou. „Ich hoffe, dass wir Manon zu so viel wie möglich World Tour Events begleiten können“, sagt er.

Nevobo plant ein Dreifach-Event 2018

Auch Reinder wird trotz des Endes seiner aktiven sportlichen Laufbahn weiterhin auf der Tour zu finden sein. Der niederländische Verband Nevobo ernannte ihn zum Turnierdirektor für die FIVB Turniere der kommenden zwei Jahre in den Niederlanden sowie für die Europameisterschaft, die im Juli 2018 in Den Haag, Utrecht, Rotterdam and Appeldorn stattfindet. „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich mich in einem neuen Bereich entwickeln darf“, sagt er.

Reinder wird Bas van de Goor ersetzen, der bei der Weltmeisterschaft 2015 einen hervorragenden Job machte, aber leider schwer erkrankte. „Ich habe ihn vergangene Woche besucht“, sagt Reinder. „Er ist ein Kämpfer, genau wie als Sportler, er sagte, er sei froh, dass ich seine Arbeit weiterführe.

Nevobo plant 2018 eine außergewöhnliche Veranstaltung mit der Europameisterschaft, der Weltmeisterschaft im Sitzvolleyball und der Hallen-EM der U20-Jährigen parallel. Sieht so aus, als warten so einige aufregende Erfahrungen auf die Nummerdors.

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