Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

2016-05-20 12:54:00 CEST

More than sports – Das Versprechen

Alexander Brouwer hat immer eine besondere Begleitung in seinem Koffer

Shorts, Shirts, Bälle und Sonnenbrillen– diese Dinge haben alle FIVB World-Tour-Spieler auf ihrer Liste, wenn sie für das nächste Turnier packen. Aber die Koffer sind groß und die Athleten reisen so viel herum, dass sie manchmal auch den einen oder anderen Gegenstand nicht missen wollen, der sie ein bisschen an Zuhause erinnert.

Wenn Alexander Brouwer sich auf Reisen begibt, hat er immer etwas im Koffer, dass man von dem 26-jährigen Sonnyboy nicht unbedingt erwarten würde. „Außer meiner Freundin weiß bislang niemand davon“, sagt der Niederländer. Nicht einmal sein Partner Robert Meeuwsen. Es hat mit einem Versprechen zu tun, das Alex vor vielen Jahren gab: Bei seiner Geburt schenkte ihm seine in der Landwirtschaft tätige Familie ein Schweinchen und ein Schaf aus Plüsch. „Ich liebte sie und nahm sie überall hin mit“, sagt der 1,98 Meter große Athlet.

Alex Brouwer und sein geliebtes Schweinchen– da waren sie noch vereint. Photo credit: Alexander BrouwerAlex Brouwer und sein geliebtes Schweinchen– da waren sie noch vereint. Photo credit: Alexander Brouwer

Wie ein kleines Schaf zum Vielflieger wurde

Das kleine Schweinchen war sein Liebling. Immer, wenn Alex nur eines der beiden Tiere auf eine Reise mitnehmen konnte, wählte er das Schwein. Aber eines Tages war es weg. Alex hatte es im Urlaub verloren – vermutlich unter einem Hotelbett in Lissabon, glaubt er. „Ich war am Boden zerstört“, erinnert er sich. Von diesem Moment an gab es nur noch ihn und das kleine Schaf. „Als ich realisiert habe, dass nur noch das Schaf übrig war, habe ich ihm versprochen, dass ich es niemals alleine lassen werde“, sagt Alex. Und so wurde das kleine Schaf, das übrigens eine „sie“ ist, zur Weltreisenden. 

Unzertrennlich: Alex und sein kleines Schaf. Photo credit: Alexander BrouwerUnzertrennlich: Alex und sein kleines Schaf. Photo credit: Alexander Brouwer

Über Bügelperlen, Bücher und iPhones

Alexander Brouwer ist nicht der Einzige, der mit Erinnerungsstücken reist. Alexander Horst zum Beispiel hat momentan ein Herz in seiner Tasche, das die Tochter des Österreichers für ihn aus Bügelperlen gebastelt hat. Aleksandrs Samoilovs ist etwas pragmatischer unterwegs. Der Lette würde niemals ohne sein iPad verreisen, das er als E-Book-Reader benutzt. „Ich lese unheimlich viel während eines Turniers,“ erklärt er. Christopher McHugh braucht vor allem eine stabile Internetverbindung, der Austalier schaut nämlich mit Vorliebe Australian Football im Stream,wenn er unterwegs ist. „Meine wichtigste Verbindung nach Hause, ist definitiv mein iPhone“, sagt Nadine Zumkehr. „Auch nur eine Woche ohne es zu verreisen, wäre ziemlich hart für mich, auch wenn ich das nur ungern zugebe“, sagt die Schweizerin. Das Smartphone ist übrigens auch für die meisten anderen Spieler der wichtigste Begleiter.

Alexander Brouwer and Robert Meeuwsen feiern ihren Finalsieg beim Poreč Major. Photo credit: Joerg MitterAlexander Brouwer and Robert Meeuwsen feiern ihren Finalsieg beim Poreč Major. Photo credit: Joerg Mitter