Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

2016-06-01 16:11:00 CEST

Julius Brink erklärt seine Liebe zu zwei besonderen Italienern

Großer Respekt für Adrian Carambula und Alex Ranghieri

Adrian Carambula und sein größter Fan Julius Brink beim Stavanger Major 2015 credit: Joerg MitterAdrian Carambula und sein größter Fan Julius Brink beim Stavanger Major 2015 credit: Joerg Mitter

Die Spannung in der Olympiaqualifikation, die nach knapp 2 Jahren zu Ende geht, ist ja quasi gerade am Siedepunkt. Einige Teams haben schon jetzt ein so komfortables Polster, dass sie rechnerisch nicht mehr einzuholen sind. So lohnt derzeit ein Blick in das Provisonal Olympic Ranking der FIVB.

Wenn ich mir das Ranking genau anschaue, dann muss ich sagen, dass ich immer über den "kleinen Dicken" aus Italien stolpere: Adrian Carambula.

Adrian, nimm es mir nicht übel, aber als du vor knapp 2 Jahren auf der Tour aufliefst, da sahst du ein bisschen aus wie der Sohn von Paolao, deinem Trainer.

Und ich erinnere mich an ein Mittagessen letztes Jahr beim Poreč Major, bei 35 Grad. Auf seinem Teller: Kartoffelpuree und Würstchen. Auf dem seines asketisch lebenden Partners: magere Pute und ein paar Gemüsesticks. Ihr hattet nicht viel Zeit, das Halbfinale wartete… euer erstes Ausrufezeichen war das.

Mit seinen Skyballs (Schau dir unbedingt das Video an) wurde Carambula auf der Swatch Major Series zum Star und auch ich hab immer wieder mein Handy gezückt und festgestellt, dass Skyballs die aus der Sonne kommen, nicht zu filmen sind, und wohl noch schwerer anzunehmen sind. Gott sei Dank muss ich nur noch drüber reden und bin noch nicht selbst Opfer dieser fiesen Bogenlampen geworden.

Bei der ganzen Show und den „Lovehugs" (auch so ein Phänomen dieser sympathischen Italiener) geht aber einiges unter:

Nämlich, dass allem Erfolg ein langer harter Weg voraus geht und eben ganz viel Liebe zum Sport.

Adrian ist in den Grundtechniken einer der besten der Welt und er versteht es wie kein anderer, seine geringere Körpergröße mit Technik und Spielwitz zu kompensieren. Außer beim Blocken (dies ist ja laut Regelwerk eine Handlung oberhalb der Netzkante!) ist er ein wandelndes Lehrbuch was Volleyballtechniken angeht.

Adrian gab zu Gunsten seiner großen Liebe seine „Hood“ in Florida auf und zog zu seinem Teamkollegen nach Rom um bessere Trainingsbedingungen zu genießen. Gut, es gibt schlimmeres als diese Städte zu tauschen, aber dennoch verkörpert er diesen Traum und das harte Arbeiten, das Unterordnen, seine Komfortzone zu verlassen, für mich wie kein anderer.

Eben all das, was am Anfang eines erfolgreichen Weges steht.

Und dann ist da ja noch sein Partner: Alex Ranghieri. So etwas wie der Cristiano Ronaldo des Beach Volleyballs.

Die angehenden Superstars der Swatch Major Series: Alex Rangjhieri und Adrian Carambula beim Gstaad Major 2015 credit: Andreas LangreiterDie angehenden Superstars der Swatch Major Series: Alex Rangjhieri und Adrian Carambula beim Gstaad Major 2015 credit: Andreas Langreiter

Die beiden sind für mich ein richtig gutes Team, eben nicht gesegnet von körperlichen Voraussetzungen (ok, bei Alex sind die zweifelsohne vorhanden) aber eben ein Team, welches kompensiert, kämpft und unterhält. Ihr merkt, ich mag die beiden.

Adrian und Alex haben sich vergangene Woche für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert und haben damit meinen allergrößten Respekt.

Ich freu mich auf Rio mit Ihnen, aber davor kommt ja noch das smart Major Hamburg :-). Kommende Woche. Und damit der Start der Swatch Major Series. Ach ist das schön

P.S. Falls ihr mehr zum Unterschied zwischen deutschen Männern und Frauen wissen wollt, das erkläre ich euch: hier.

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