Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

2016-06-28 12:35:00 CEST

More than sports: Österreichs Olympioniken entspannen in Poreč

Dank Nerven aus Stahl und Selbstgesprächen erspielen sich Xandi Huber und Robin Seidl ihre erste Olympia-Teilnahme

Die Emotionen sprudelten nur so über, nachdem Xandi und Robin sich zum ersten Mal in ihrem Leben für die Olympischen Spiele qualifiziert hatten, Credit: Philipp SchusterDie Emotionen sprudelten nur so über, nachdem Xandi und Robin sich zum ersten Mal in ihrem Leben für die Olympischen Spiele qualifiziert hatten, Credit: Philipp Schuster

Irgendwann kommt das Glück zurück

21:19, 21:17 siegten Huber/Seidl am Ende gegen Dries Koekelkoren and Tom van Walle aus Belgien und sicherten Österreich damit ein zweites Rio-Ticket. "Das ist so zach, irre, irre“, sagte Robin immer wieder. Vor vier Jahren spielten halfen er und Xandi Clemens Doppler und Alexander Horst den österreichischem Olympiaplatz beim FIVB World Cup Olympiaqualifikationsturnier in Moskau zu erspielen, nachdem sie beim Continental Cup der CEV den vierten Platz belegt hatten. Damals entschied sich der Österreichische Volleyball-Verband aber dafür, Doppler/Horst nach London zu schicken.

Dieses Mal sind Huber/Seidl definitiv dabei: „Nachdem wir die Regelung haben, dass wir über die Weltranglistenpunkt entschieden, welches Team nach Rio fährt und Huber/Seidl alle Spiele beim Continental Cup gewonnen haben, wäre man ja bescheuert, wenn man sie nicht schickt“, sagte ÖVV-Präsident Peter Kleinmann. Am Dienstagnachmittag trifft der Verband die Entscheidung offiziell, „aber es werden zu 100 Prozent Huber/Seidl fahren“, sagte Kleinmann am Montag.

Damit bewahrheitet sich einmal mehr, was der ehemalige Trainer von Huber/Seidl, der Austalier Tristan Boyd immer wieder sagte: „What goes around comes around“, was soviel heißt wie: „Mal gewinnst du und mal verlierst du, das Glück kommt irgendwann zu dir, wenn du immer wieder dafür arbeitest.“ Dieses Mal waren Doppler/Horst bereits über die FIVB World Tour qualifiziert,  Thomas Kunert/Christoph Dressler spielten mit Huber/Seidl den Continental Cup. Sie besiegten die Türken Murat Giginoglu/Volkan Gögtepe  im Viertelfinale. In allen anderen Begegnungen mussten Huber/Seidl aber jeweils zweimal spielen, im ersten Spiel und im Golden match – und sie legten eine beispielhafte Siegesserie hin. All die Teams, gegen die sie in den vergangenen Monaten bei diversen Turnieren verloren hatten, darunter der Olympiadritte Martin Plavins mit  Partner Haralds Regza aus Lettland oder die Russen Dmitri Barsouk und Nikita Liamin , besiegten sie in diesem entscheidenden Wettbewerb. „Wir haben alles darauf ausgerichtet, zu diesem Zeitpunkt unseren Leistungshöhepunkt zu haben“, sagt Robin. „Für mich war es schon die gesamte Saison schwer, mich auf die anderen Turniere zu konzentrieren.“ 

Credit: CEVCredit: CEV

Kurz vor dem Nervenzusammenbruch

Dabei hätte das Turnier im Achtelfinale bereits beendet sein können. Die Letten Plavins/Regza hatten bereits zwei Matchbälle, die Huber Seidl aber abwehrten. „Das war das beste Spiel, an dem ich jemals teilnehmen durfte“, sagt Xandi.  „Als wir das gewonnen hatten wusste ich, dass wir es ganz weit vor schaffen können.“ Dann hieß der Gegner plötzlich Belgien und die Möglichkeit schien so nah, der Sieg so machbar.  „Das war so Nerven aufreibend, da kann man ja eigentlich nur verlieren“, erklärt Xandi. Er und Robin konnten jedenfalls kaum schlafen. „Vor dem Golden match war ich schon um 6.20 Uhr spielbereit. Immer dieses Hinfiebern auf das Spiel, das war echt schlimm. Länger hätte ich es auch nicht geschafft, dann wäre ich mental zusammengebrochen“, verrät Robin.

Genauso erging es der Familie und den Freunden der beiden, die auf ihren mobilen Geräten den Spielverlauf im Ticker und Stream verfolgten. Nach dem Erfolg kullerten nicht nur bei den beiden Athleten auf dem Spielfeld einige Freudentränen.

Xandi und Robins Freund end Familie quetschen sich vor den Bildschirm, um das  entscheidende Spiel zu verfolgen, Credit ABC WörtherseeXandi und Robins Freund end Familie quetschen sich vor den Bildschirm, um das entscheidende Spiel zu verfolgen, Credit ABC Wörthersee

Am Montag konnten Xandi und Robin ihre Liebsten dann auch endlich in Klagenfurt in die Arme schließen und ein bisschen feiern – aber nur kurz, denn am Donnerstag starten sie im Hauptfeld beim Poreč Major. „In Poreč, heißt es erst einmal genießen. Endlich können wir mal ganz befreit spielen und das tolle Event genießen“, freut sich Robin. Die Planungen für Rio  starten sie nach der Kroatien-Reise.

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