Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

2016-07-27 18:14:00 CEST

Erstmals in der Geschichte

Unwetter verhilft zu historischem Ereignis am Center Court in Klagenfurt

Das Licht brennt, aber keiner ist zu Haus’! Photocredit: Bernhard Horst.Das Licht brennt, aber keiner ist zu Haus’! Photocredit: Bernhard Horst.

Gespenstische Stille um den Center Court. Das einzige, was zu hören war, waren die Schreie der Spielerinnen am Sand. Wo sind die Beach Fans hin verschwunden? Haben sie genug von Beach Volleyball? Wohl kaum.

Natürlich haben sie nicht genug! Zum allerersten Mal in 21 Jahren Beach Volleyball in Klagenfurt war der Center Court allerdings komplett leer, weil es niemandem erlaubt war, das aktuelle Spiel vor Ort mitzuverfolgen.

Der Grund? Das Wetter! Ein gewittriger Regenguss von monströsem Ausmaß hinderte die Spieler am A1 Major Klagenfurt daran, das Turnier weiterzuspielen und die Fans dieses weiterzuverfolgen. Bis 16:30 Uhr hat es gedauert, als die Argentinierinnen Ana Gallay und Georgina Klug und die österreichischen Schwestern Nadine und Teresa Strauss endlich den Sand betreten konnten – mit keinem einzigen Fan auf den Rängen.

Es war ein einzigartiges Match, das die argentinischen Olympiateilnehmerinnen in zwei Sätzen gewonnen haben. Zum allerersten Mal in der bedeutenden Geschichte des legendären Beach Volleyball Events am Wörthersee musste ein „Geisterspiel“ stattfinden – aus sicherheitstechnischen Gründen.

“Zuerst war es ein bisschen eigenartig, ohne Fans im Stadion zu spielen, aber wir haben uns recht schnell daran gewöhnt”, hat uns Klug nach dem Spiel erzählt. “Das einzige, das zu hören war, waren die Burschen im DJ-Turm die natürlich ohne Rücksicht auf Verluste weiter anfeuerten!”

“Wir haben gewusst, dass wir gegen viele Fans hätten kämpfen müssen, die die österreichischen Mädels unterstützt hätten. Aber sie haben trotzdem ein gutes Spiel abgeliefert und wir sind sowieso gerne hier, egal, ob die Fans für oder gegen uns sind.”

“Wir hoffen, dass wir in dieser Woche weiterhin unsere Leistung bringen, weil das bedeuten würde, dass wir noch einmal auf dem Center Court spielen könnten – und diesmal mit Fans!”

Jene Zuschauer, die vor dem Sturm von den dicht gedrängten Tribünen geflüchtet sind und im Trade Village Unterschlupf gefunden haben, konnten bald wieder auf den Center Court. Das historische “Geisterspiel” in Klagenfurt werden die zwei Teams aber dennoch nie vergessen.

Ein trauriger, aber historischer Anblick am A1 Major Klagenfurt. Photocredit: Bernhard Horst.Ein trauriger, aber historischer Anblick am A1 Major Klagenfurt. Photocredit: Bernhard Horst.

Latest News

Newsletter