Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

2016-07-28 09:44:00 CEST

Zwei Engländer und ihr Traum vom Leben im Van

Wir dürfen vorstellen: Die einzigen englischen Beach Volleyball Stars auf ihrem Roadtrip nach Klagenfurt

Jake Sheaf hält den Ball beim A1 Major Klagenfurt im Spiel. Photocredit: Mike RanzJake Sheaf hält den Ball beim A1 Major Klagenfurt im Spiel. Photocredit: Mike Ranz

Wie viele Beach Volleyballer kennt ihr, die in einem Van übernachten und insgesamt 1.700km hergefahren sind, um ein einziges Spiel in der Qualifikation des A1 Major Klagenfurt zu spielen?

Die Antwort: Chris Gregory and Jake Sheaf, zwei Engländer, deren Traum es ist, in dem Van zu leben.

Ihr Abenteuer am Wörthersee hat diese Woche zwar nur 32 Minuten gedauert, allerdings wird dadurch trotzdem deutlich, mit welcher Motivation und Hingabe die Athleten an ihren Zielen arbeiten.

Letzte Woche sind sie von der Südküste Englands nach Liechtenstein zum CEV Satellite Event gefahren und haben dort den neunten Platz erreicht. Danach haben sie sich auf den Weg in die Hauptstadt des Beach Volleyball gemacht.

Gegen Ende der Woche werden die beiden noch zum Turnier in Basel in der Schweiz weiterfahren.

“Wir haben uns gedacht, die beste Lösung, um an allen drei Turnieren innerhalb so kurzer Zeit teilzunehmen, ist es mit dem Van zu fahren“, sagt Verteidiger Jake, 26. „Für uns ist es eine kostengünstige Art zu reisen. Wir haben den Van gekauft, sind hergefahren und haben schon mehrerer Nächte darin übernachtet. Manchmal muss man einfach tun, was man tun muss. Wir sind einfach zwei Typen in einem Van, die ihren Traum verfolgen.“

Im Moment sind die beiden das einzige englische Team, das bei der World Tour teilnimmt. Obwohl Sheaf und Gregory stolz sind, ihr Land zu repräsentieren, ist das nicht der einzige Grund, warum sie in Europa herumfahren und Ranking Points sammeln.

“Es ist ein Privileg”, stellt der 2 Meter große Blockspieler Chris fest. “Viele Leute träumen davon, einen Sport für ihr Land auszuüben, allerdings möchten wir das Beste rausholen.“

„Seit den Olympischen Spielen in London sind wir das erste englische Senior Team bei der World Tour. Wir versuchen auch Youngsters in England zu motivieren und bereits bestehenden Teams zu unterstützen.“

“Aber am Ende des Tages möchten wir uns einfach selbst verbessern und unseren Traum vom Sport zu leben, erfüllen.  Wir möchten nicht nur das Land repräsentieren, wir spielen einfach für uns selbst.“

Das Duo in Aktion am A1 Major Klagenfurt: Photocredit: Mike Ranz.Das Duo in Aktion am A1 Major Klagenfurt: Photocredit: Mike Ranz.

Das Ziel des Teams ist es, den Hauptbewerb bei Turnieren regelmäßig zu erreichen. Klarerweise ist das kein einfaches Vorhaben, denn es ist eine Herausforderung, die Arbeit in Großbritannien, das Training und das Reisen unter einen Hut zu bringen.

„Wir wissen, dass wir hart an uns arbeiten müssen, um unser Ziel zu erreichen“, meint Chris. „Man kann nicht einfach auftauchen und erwarten sofort zu gewinnen. Seit 15 Jahre versuchen wir schon, uns zu qualifizieren, aber leider oftmals vergebens – wir müssen einfach weiter daran arbeiten.“

Das Potential für Beach  Volleyball in England ist aber definitiv da. Und was ist ihre Message für die englischen Beach Volleyball Youngsters?

„In England gibt es für die Beach Volleyballer bereits viele Möglichkeiten.“, sagt Jake. „Die Olympischen Spiele 2012 haben uns dabei geholfen, eine gute Infrastruktur mit mehreren Courts in London aufzubauen – und wir werden weiterhin bei der World Tour teilnehmen und möglichst viele Beach Volleyballer motivieren.

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