Liebe Beachvolleyball-Community


Ein Szenario wie das vorherrschende kannten wir bislang nur aus der Fiktion diverser Katastrophenfilme. In der Realität hat freilich keiner von uns wirklich Ahnung, wie damit umzugehen ist. Allein eines eint uns in dieser schwierigen Zeit: Die Gewissheit, dass alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus steht, hintangestellt werden muss. Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen.


Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen. Nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, unseren Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg haben wir uns also entschieden die beiden Major-Turniere abzusagen. Und auch für die Veranstaltung in Gstaad können wir keinen Beitrag zum Upgrade mehr leisten.


Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen.


Mein persänlicher Dank gilt allen, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Begeisterung für Beachvolleyball geteilt und unterstützt haben. Und ich glaube fest daran, dass wir schon im kommenden Jahr neuerlich den Nachweis unserer Subline liefern können:


Goosebumps don't lie - See you @ the Beach!


Euer Hannes Jagerhofer für das Beach Majors Team
Gründer der Beach Volleyball Major Series

2016-07-28 18:31:00 CEST

Österreich feiert seine neuen Beach Volleyball Stars

Am Center Court drehten die Fans beim Spiel von M&M richtig auf

Martin Ermacora während dem Spiel gegen die Kanadier. Photocredit: Martin Steinthaler.Martin Ermacora während dem Spiel gegen die Kanadier. Photocredit: Martin Steinthaler.

Die Beach Fans am Center Court in Klagenfurt bejubeln die neuen zukünftigen, österreichischen Helden.

Und nein, es sind nicht Doppler/Horst, Huber/Seidl oder Kunert/Dressler…

Martin Ermacora und Moritz Pristauz-Telsnigg haben das volle Stadium beim A1 Major Klagenfurt mit einer großartigen Performance zum Beben gebracht. Auch die Menge hätte die Olympia-Qualifizierten Kanadier Saxton/Schalk fast umgehauen.

Ermacora ist 22, Pristauz-Telsnigg ist erst 20, aber die beiden haben das Stadium trotz strömenden Regens in einen Hexenkessel verwandelt. Nach dem spektakulären Spiel mussten sich die beiden schlussendlich doch geschlagen geben.

Nachdem die Österreicher den ersten Satz gegen die Kanadier verloren hatten, kämpften sie sich zurück ins Spiel und glichen auf 1-1 aus.

Der folgende dritte Satz war sensationell: Saxton/Schalk führten bereits 11-8 und 3-10 bevor Ermacora und Pristauz-Telsnigg ein einzigartiges Comeback ablieferten. Ihre vier Matchbälle wurden aber immer souverän von den angehenden Olympioniken abgewehrt, die im Endeffekt auch das Spiel für sich entscheiden konnten.

Obwohl die beiden auf der Verliererseite standen, konnten die Youngsters ihre Freude über die bisherige Performance im Turnier kaum in Worte fassen.

“Es war wie in einem Traum”, erzählt uns Blockspieler Martin. „Letztes Jahr haben wir noch von den Rängen aus zugeschaut und jetzt spielen wir am Center Court und motivieren die Fans.“

“Ich hab nicht mitgezählt, wie oft ich schon ‘mein Block, mein Block’ im Kopf hatte, bevor wir hier in Klagenfurt gespielt haben.”

Vor fünf Jahren ist Pristauz-Telsnigg während dem Beach Volleyball Turnier jeden Tag von seinem zuhause in Klagenfurt mit dem Rad hergefahren. Als Volunteer war er hier beim Turnier tätig und hat mitgeholfen, damit alles reibungslos abläuft.

“Vom Volunteer zum Spieler am Center Court, das ist einfach unglaublich”, sagt Moritz. “Es ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist.”

“Natürlich sind wir ein bisschen enttäuscht, aber wir sind sehr stolz über den Spielverlauf. Wir freuen uns schon auf das nächste Match – wir sind happy, obwohl wir verloren haben.“

Für den Einzug in die K.O.-Runde brauchen die Burschen, die gestern ihr erstes Pool Play gewonnen haben, jetzt unbedingt einen Sieg über Binstock/Schachter, ein anderes kanadisches Team, das sich auch für die Olympischen Spiele qualifiziert hat.

Viel Glück – ganz Österreich steht hinter euch.

Gemeinsam mit Ermacora und Pristauz-Telsnigg schauen wir in eine glorreiche Zukunft!

Das Spiel könnt ihr morgen auch über unseren Live Stream anschauen. Alle Infos rund um die Beach Volleyball Stars und den Matches aus Klagenfurt findet ihr in der A1 Beach App.

Das Publikum am Center Court schaut am Donnerstag gebannt auf Moritz (links) und Martin (rechts). Photocredit: Martin Steinthaler.Das Publikum am Center Court schaut am Donnerstag gebannt auf Moritz (links) und Martin (rechts). Photocredit: Martin Steinthaler.

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