Silber in Wien bringt Brasilianerinnen weiter nach vorne

04.08.2019 - Wien

Carol und Maria Antonelli kämpfen noch immer um einen Startplatz bei Olympia, machten in den letzten Monaten aber große Fortschritte

Lediglich drei Frauenteams waren bei den Matches um die Goldmedaillen bei der Beach Major Series 2019 mit dabei, unter ihnen Carol Salgado und Maria Elisa Antonelli. Die Brasilianerinnen standen beim Gstaad Major vor drei Wochen am Podium und beendeten die sechswöchige Beach-Rallye mit einem Höhepunkt – einer weiteren Silbermedaille.

„Gerade fühlt es sich großartig an, diese Silbermedaille um den Hals zu tragen,“ sagte Carol. „Ein Finale in diesem vollen Stadium zu spielen, war ein wahres Privileg. Es waren sechs lange Wochen für uns, mit Sicherheit die intensivste Phase der Saison, und nun zum letzten Turnier zu kommen und es geradeaus von der Qualifikation bis ins Finale zu schaffen, ist großartig. Ich habe das Gefühl, dass wir zwar nicht unsere beste Leistung gegen die Kanadierinnen abrufen konnten, sie haben es sich aber dennoch hoch verdient. Momentan möchten wir nur nach Hause fahren und Zeit mit unseren Familien verbringen.“

Ihre ständige Präsenz bei Finalspielen der Major Series half den Brasilianerinnen die Lücke zwischen ihnen und ihren Gegnern zu schließen, allerdings befinden sie sich im Kampf um Tokyo 2020 mit 4580 Punkten noch immer hinter den anderen Brasilianerinnen Agatha Bednarczuk/Duda mit 5910 Punkten und Ramos/Rebecca Calvalcanti, die 5750 Punkte auf ihrem Konto zu verbuchen haben.

Carol und Antonelli ergatterten wichtige Punkte in diesem Major Event, erlitten jedoch mit Platz 17 bei der Weltmeisterschaft und einem enttäuschenden Abschneiden beim länderinternen Match in Espinho einen kleinen Rückschlag.

„Diese zwei Silbermedaillen in den Major Turnieren werden uns auf jeden Fall helfen. Leider konnten wir die Saison nicht nach unseren Wünschen entsprechend starten und für einen Platz bei den Olympischen Spielen müssen wir konstanter spielen,“ fügte die Blockspielerin hinzu. „Wir hatten ein wenig Pech mit der Auslosung in der Weltmeisterschaft und spielten das länderinterne Spiel in Espinho nach dem Finale in Gstaad nur mit wenig Erholung. Um sich zu qualifizieren, müssen wir auch dann unsere Leistung abrufen. Wir können uns keine schlechten Resultate mehr leisten.“

Zwei Tatsachen könnten den Routiniers jedoch dabei helfen, um sich für Olympia zu qualifizieren. Während Agatha/Duda und Ana Patricia/Rebecca bereits bei zehn Turnieren teilgenommen haben, spielten Maria und Carol bis jetzt nur bei neun Turnieren mit und werden versuchen den Abstand in zwei Wochen zu verringern.

Am wichtigsten ist aber der Fakt, dass sie dieses Jahr höchstwahrscheinlich keine Qualifikation mehr spielen müssen, was bedeutet, dass sie auf Augenhöhe mit ihren Gegnern starten können.

„Es scheint fast so, als hätten wir nun mitten in der Saison unsere Top-Form gefunden“ fügte Antonelli hinzu. „Die Punkte, die uns diese beiden Silbermedaillen eingebracht haben, sollten ausreichen um diese Saison keine Qualifikationen mehr spielen zu müssen. Daher sind wir auch in einer besseren Position um gute Resultate zu erzielen. Wir werden bis zum Schluss kämpfen.“