Joana und Anouk sichern sich den Titel bei den Europameisterschaften

20.09.2020 - Vienna, Austria

Mit den beiden steht zum ersten Mal seit 2004 ein Schweizer Team wieder ganz oben auf dem Podium.

Das Sprichwort „Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus“ war zweifellos das Motto von Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré in der Saison 2020. Die Schweizerinnen entschieden sich dafür, wenige Turniere in der verkürzten Saison zu spielen, konnten in diesen aber hervorragende Ergebnisse einfahren.

Ihren größten Erfolg konnten die beiden dieses Wochenende in Jurmala, Lettland, erzielen, wo sie ihren ersten Europäischen Titel und damit wahrscheinlich das bedeutendste Turnier in dieser Saison für sich entscheiden konnten. Mit diesem Sieg im wichtigsten kontinentalen Ereignis in 2020 ging nun zum ersten Mal seit Nicole Schnyder-Benoit und Simone Kuhn 2004 die Goldmedaille wieder an ein Team aus der Schweiz.

Joana und Anouk, Partnerinnen seit 2017, benötigten drei Sätze (18-21, 21-14, 18-16), um sich gegen die Deutschen Kim Behrens und Cinja Tillmann im Finale durchzusetzen. Für die beiden Schweizerinnen war es der zweite Titel aus vier gespielten Turnieren in 2020 nach dem Sieg auf der Deutschen Tour in Düsseldorf. In den anderen beiden Turnieren, dem 1-Stern Turnier in Baden, Österreich, und dem King of the Court in Utrecht, den Niederlanden, schafften es die beiden jeweils ins Finale.

„Es war ein schwieriges Spiel, sie haben extrem gut serviert,“ meinte Anouk nach ihrem Sieg. „Wir wussten, dass wir weitermachen mussten und uns pushen mussten und sind überglücklich, dass uns das gelungen ist.“

Auch Behrens und Tillmann hatten eine fantastische Woche in Jurmala: die Deutschen waren für das Turnier eigentlich gar nicht qualifiziert, erst durch die verletzungsbedingte Absage ihrer Landsfrauen Karla Borger und Julia Sude rückten die beiden in der Startliste nach. Die beiden nutzten ihre Chance und schafften es bis ins Finale.

Die Bronze Medaille in Jurmala ging an die russischen Nachwuchstalente Nadezda Makroguzova und Svetlana Kholomina, die sich gegen die Tschechischen Olympiateilnehmerinnen Marketá Sluková und Barbora Hermmanová in zwei Sätzen durchsetzen konnten (25:23, 21:18).